© Alte Schützengesellschaft Nieheim
Unsere Schützenfeste haben ihren Ursprung in den sog. Rüsttagen, die früher
alljährlich durchgeführt wurden. Die Bürgerwehr wurde zu einem Waffenappell
mit ‚Preisschießen’ zusammengerufen. Zum Abschluss fand ein allgemeines
Gelage statt. Hierzu wurde aus dem Stadtsäckel ‚1 Tonne Bier’ gestiftet. Das
Fest wurde ‚auf dem Rathause’ abgehalten. Der Gewinner des Preisschießens
erhielt als Preis sechs Ellen Baumseide, die ebenfalls von der Stadt gestiftet
wurde.
Im Laufe der Zeit erfuhr das Fest eine immer größere Bedeutung und wurde
zum festen Bestandteil. So enthält der neugefasste Schützenbrief aus dem Jahre
1769 genaue Verhaltensregeln zu diesem Fest. U.a. wurde unter Punkt 7
festgelegt, dass das Schützenfest am Sonntag nach Trinitatis (Dreifaltigkeits-
Sonntag) begangen werden soll. Im Nachsatz heißt es aber, dass es nach
Gutbefinden auch auf einen anderen Sonntag verlegt werden kann. Das Fest
fand allerdings in unregelmäßigen Zeitabständen statt.
Dank Dr. Krömeke (Verfasser einer bedeutenden Nieheimer Chronik) wissen
wir von einem Preisschießen am 29. Juni 1711 und am 24. Juni 1741.
Ab dem Jahre 1801 liegen uns die Original-Protokollbücher der Alten
Schützengesellschaft vor, so dass wir sehr präzise Angaben zu den
stattgefundenen Schützenfesten machen können.
Jahr
Termine und Besonderheiten
1807
am 26., 27. und 28. 6.
1819
für diese Jahre fehlen uns genauere Angaben zu den Schützenfesten
1827
1834
1838
1841
1845
1850
es wird zusätzlich eine "Neue Schützengesellschaft" gegründet. Man
feiert im Abstand von einer Woche zwei Feste! Erstmals in einem Zelt!
1856
am 29.,30.6. und 1.7.
1861
am 23., 24. und 25.6.
1867
am 30.6., 1.7.und 2.7.
1870
am 26., 27. und 28. 6.
1873
am 29., 30.6. und 1.7.
1878
am 30.6., 01.7. und 2.7.
1880
am19.6., 20.6. und 21.6.
1883
am 24., 25.6. und 26.6. Erstmals dürfen Bürgersöhne
ab dem 20. Lebensjahr teilnehmen
1888
am 10., 11. und 12.6.
1890
am 15., 16. und 17.6.
1895
am 23., 24. und 25.6.
1898
am 19., 20. und 21.6.
1901
am 16., 17. und 18.6.
1904
am 12., 13. und 14.6.
1908
am 14., 15. und 16.6.
1910
Gründung der Jung-Schützengilde
1911
am 11., 12. und 13.6.
1914
Wg. des I. Westkrieges vorerst keine Feste
1921
es wurde abgestimmt, dass kein Fest gefeiert wird
Erst ab jetzt wird ein Drei-Jahres-Rhythmus eingeführt
1924
am 15., 16. und 17.6.
1927
am 12., 13. und 14.6.
1930
am 15., 16. und 17.6.
1933
9., 10. und 11. Juli - Von nun an regelmäßig am 1. Sonntag im Juli!!
1936
12., 13. und 14.7.
II. Weltkrieg, daher keine Feste
1948
am 4. und 5. 7.
1951
2., 3., 4. und 5. Juli - Von nun an vier Festtage
1954
3., 4., 5. und 6. Juli
1957
6., 7., 8. und 9. Juli
1960
9., 10., 11. und 12. Juli
1963
6., 7., 8. und 9. Juli
1966
2,. 3., 4. und 5. Juli
1969
5., 6., 7. und 8. Juli
1972
8., 9., 10. und 11. Juli
1975
5., 6., 7. und 8. Juli
1978
1., 2., 3. und 4. Juli
1981
4., 5., 6. und 7. Juli
1984
30.6., 1., 2. und 3. Juli
1987
4., 5., 6. und 7. Juli
1990
30.6., 1., 2. und 3. Juli
1993
3., 4., 5. und 6. Juli - Stadt-Schützenfest im Jubiläumsjahr 750 Jahre Stadt
1996
6., 7., 8. und 9. Juli
1999
3., 4., 5. und 6. Juli
2002
6., 7., 8. und 9. Juli - Stadt-Schützenfest
2005
2., 3., 4. und 5. Juli
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